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Gosteli-Stiftung - Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung

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Sektionen

2018

August

SAFFA 1928

Vor 90 Jahren, am 26. August 1928, wurde auf dem Viererfeld in Bern die erste SAFFA (Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit) eröffnet. Die Ausstellung thematisierte die Leistungen der Frauen in Familie, Beruf, Wissenschaft und Kunst.
Berühmt geworden ist die riesige Schnecke, die im Eröffnungsumzug vor dem Bundeshaus durchkroch, als Anspielung auf das Schneckentempo der Politik in der Stimmrechtsfrage.

Juli

Bild: Mathilde Lejeune-Jehle beim Wanderschuhe putzen mit Karl Krische, Aversertal 1913 (579: 1-05)

Matilde Lejeune-Jehle (1885–1967)

Sie war ursprünglich Lehrerin und pflegte zwischen 1915–1916 im österreichischen Kriegslazarett in Leipnik  als freiwillige Rotkreuzschwester Kriegsverletzte. Kurz vor ihrer Abreise nach Leipnik heiratete sie den Arzt Erwin Lejeune, mit dem sie nach dem 1. Weltkrieg eine Arztpraxis in Kölliken übernahm. In den 1930er Jahren engagierte sie sich für eine bessere Schul- und Berufsausbildung für Frauen und war Mitinitiantin eines aargauischen Kindergärtnerinnenseminars. Sie setzte sich zeitlebens für das Frauenstimmrecht sowie die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit ein. Zentrales Thema ihrer Tätigkeiten war immer wieder die Flüchtlingsfrage. 1940 wurde ihr Theaterstück "Gsetz und Gwüsse", welches die gängige schweizerische Flüchtlingspolitik kritisierte, uraufgeführt.

Der Nachlass von Mathilde Lejeune-Jehle enthält viele Briefe, die sie während ihres Einsatzes im Militärlazarett an ihren Mann schrieb.

Findmittel

Juni

Augusta Gillabert-Randin (1869 – 1940)

Pionierin der bäuerlichen Frauenbewegung

Vor 100 Jahren gründete Augusta Gillabert-Randin die Produzentinnenvereinigung von Moudon, die erste Bäuerinnenorganisation der Schweiz.

Augusta Gillabert-Randin führte selbständig einen Landwirtschaftsbetrieb, setzte sich für eine bessere Ausbildung und Stellung der Bäuerinnen ein und engagierte sich in der Abstinenz- und Stimmrechtsbewegung.

Biografisches Dossier Nr. 2332

Une paysanne entre ferme, marché et associations. Textes d’Augusta Gillabert-Randin 1918-1940, herausgegeben von Marthe Gosteli und Peter Moser

Im Musée du Vieux Moudon findet zurzeit eine Ausstellung zum Thema statt. Weitere Informationen…

 

Bild: Zentralblatt des Schweiz. Gemeinnützigen Frauenvereins,
Nr. 4, 20.4.1928, Biografisches Dossier Gillabert-Randin

Mai

Weil die Frauenorganisationen nicht zur offiziellen Hundertjahrfeier der Bundesverfassung eingeladen wurden, veranstalteten das Schweizerische Aktionskomitee für das Frauenstimmrecht und der Schweizerische Verband für Frauenstimmrecht am 2. Mai 1948 in Bern eine alternative Kundgebung.

Bild: Frauenstimmrechtsverein Bern, AGoF 101 : 11:31-01

Findmittel

April

Vor 100 Jahren: Am 3. April 1918 wurde mit der social-caritativen Frauenschule Luzern die erste Ausbildungsstätte für Soziale Arbeit in der Schweiz eröffnet (heute: Hochschule Luzern - Soziale Arbeit).

Das Archiv der Schule ist bei uns konsultierbar: Findmittel

Bild: Stundenplan des 1. Semesters 1918, AGoF 155 : 32:311-02

März

„Eure Stärke liegt auf dem gemeinnützigen Gebiet. Beginnt eure Arbeit damit, dass ihr das Übel an der Wurzel fasst. Eine bessere Ausbildung des ganzen weiblichen Geschlechts tut not – tragt Bausteine herbei zum Aufbau eines bessern und schönern Ganzen. Euer Ideal sei Sittlichkeit, Häuslichkeit – die glückliche Familie" forderte Rosina Gschwind, Gründungspräsidentin, an Ihrer Rede anlässlich des vor 130 Jahren, am 18. März 1888, gegründeten Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenvereins (SGF).
Ein Schwerpunkt des SGF lag denn auch auf der Gründung von Schulen, um den Frauen die Möglichkeit zu geben, einen Beruf zu erlernen.

Findmittel SGF

Mitglieder des SGF-Zentralvorstands anlässlich der 42. Jahresversammlung 1930 in Zürich

Vordere Reihe von links nach rechts: Frau Dr. Langner, Solothurn, Quästorin; Frau Dr. Waldmann, Schaffhausen, Ehrenmitglied; Frl. Bertha Trüssel, Bern, Zentralpräsidentin; Frau von Waldkirch-Bally, Basel.

Hintere Reihe: Frau Zgraggen, Präsidentin Sektion Hergiswil; Frau Dr. Schmid-Fehr; Frl. Kistler, Vorsteherin der Haushaltungsschule Ralligen bei Thun; Frau Blattner-Amrein, Luzern; Frau Dr. Rohr, Präsidentin Sektion Aarau

Foto: Zur Sache, Zentralblatt des Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenvereins, 5-88. (190:03-01)

Februar

Marguerite Frey-Surbek (1886 – 1981)

Malerin

Sie besuchte die Kunstgewerbeschule in Bern und wurde zwei Jahre lang Privatschülerin von Paul Klee.
Nach Studienaufenthalten in Paris gründete sie mit ihrem Ehemann, dem Maler Victor Surbek in Bern eine Malschule.
Sie war auch neben ihrer künstlerischen Tätigkeit aktiv, gründete einen Mädchenhort, engagierte sich für das Frauenstimmrecht und den Schutz der Berner Altstadt und setzte sich im 2. Weltkrieg für Flüchtlinge ein.

Foto: Fotosammlung, n.k., Quelle: Biografische Notizen Nr. 2135

Januar

Mit der Einführung des neuen Eherechts vor 30 Jahren wurde auch das ehemännliche Oberhaupt der Familie und die damit verbundene Vertretungsbefugnis abgeschafft.

Schritte ins Offene 3/85. Illustration von Madeleine Hunziker, Basel

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