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Gosteli-Stiftung - Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung

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SV-Service

Am 24. September 1914 wurde in Zürich der Gemeinnützige Verein für alkoholfreie Verpflegung der Truppen gegründet. Im November desselben Jahres änderte der Vereinsname zu Schweizer Verband Soldatenwohl. Der Verband wollte eine alkoholfreie Verpflegung für die während des 1. Weltkriegs an der Grenze stationierten Truppen gewährleisten. Überall dort, wo sich dauernd Truppenabteilungen aufhielten wurden deshalb Soldatenstuben errichtet. Die Soldatenstuben wurden von Frauen, den sogenannten Soldatenmüttern, unentgeltlich betrieben.
Die Tätigkeiten des Verbandes überwachte der Zentralvorstand in Zürich. Die Mitglieder des Zentralvorstandes rekrutierten sich in der Gründungsphase aus Mitgliedern folgender Kommissionen und Vereine: Kommission für Wirtshausreform der schweizerischen gemeinnützigen Gesellschaft, Aktionskomitee des schweizerischen Abstinentenverband, Militärkommission der christlichen Vereine junger Männer der deutschen Schweiz, Verein vom Blauen Kreuz, Zürcher Frauenverein für alkoholfreie Wirtschaften und aus dem schweizerischen Bund abstinenter Frauen. Gasthäuser und Restaurants, die sich dem Verband anschlossen erhielten als Zeichen ein Verbandsschild. Diese Zugehörigkeit verpflichtete die Betreiber und Betreiberinnen, sich an die Richtlinien des Schweizer Verbands Soldatenwohl zu halten, also beispielsweise eine alkoholfreie Verpflegung zu gewährleisten. Unter dem Namen Schweizer Verband Volksdienst setzte der politisch und konfessionell unabhängige Verband nach dem 1. Weltkrieg die begonnenen Tätigkeiten fort. Neben der Bewirtschaftung von Soldaten- und Arbeiterstuben engagierte sich der Schweizer Verband Volksdienst auch in der Soldaten- und Arbeiterfürsorge und später in der betrieblichen Sozialberatung und förderte die Ausbildung in der Gastronomie und der Hauswirtschaft.
Die Mitgliedschaft im Schweizer Verband Volksdienst-Soldatenwohl stand allen natürlichen und juristischen Personen offen. Die Organe des Vereins waren die Vereinsversammlung, die den Vorstand, die Präsidentin oder den Präsidenten sowie die Rechnungsrevisoren wählte. Der Vorstand überwachte und leitete die Fürsorgestiftungen, das Personalwesen wie auch die ökonomischen und organisatorischen Gegebenheiten des Vereins.
Die Statutenrevision von 1939 betonte nochmals die Weiterführung der im 1. Weltkrieg begonnenen gemeinnützigen Arbeit, das heiss: Errichtung und Betrieb von alkoholfreien Soldatenstuben und Kantinen; Beschäftigung kranker Wehrmänner; die Förderung der alkoholfreien Arbeiterverpflegung (Errichtung und Betrieb von alkoholfreien Wohlfahrtshäusern, Speiseanstalten, Arbeiterstuben und -kantinen usw. öffentlicher und privater Arbeitgeber) sowie jede andere Form der sozialen Arbeit wurde weiter vorangetrieben.
Mit der Statutenrevision von 1978 bekam der Schweizer Verband Volksdienst nicht nur neue Organisationsstrukturen sondern auch einen neuen Namen: SV-Service. Ziel des SV-Service war die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Bevölkerung. Der Grundsatz der alkoholfreien Verpflegung in öffentlichen und privaten Betrieben und Soldatenstuben bestand weiter. Daneben blieb wie von Beginn weg die betriebliche Sozialberatung eine zentrale Aufgabe des SV-Service.
Eine weitere Statutenrevision der Firma erfolgte 1984. Der Zweck des Vereins wurde erweitert. Neben der alkoholfreien Verpflegung und der betrieblichen Sozialberatung fand nun auch die, seit Anbeginn der Vereinstätigkeit betriebenen, Förderung der Aus- und Weiterbildung von Personen, insbesondere durch die Führung eines eigenen Schulzentrums, Eingang in die Statuten.
Weitere Statutenrevisionen, die nationale und internationale Expansion sowie 1999 die Umwandlung des Vereins in eine Aktiengesellschaft folgten. Heute agiert der SV-Service unter dem Namen SV-Group.

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